Einen Blumenstrauß für einen Mobber

Gerade Flackert eine Nachricht durch meine Timeline , hi du, meine Kinder werden Gemobbt, was kann ich dagegen tun ?

Unweigerlich führte das bei mir zu einer Netten Erinnerung, an eine Geschichte wie ich mal mit einem Weiblichen Mobber Umgegangen bin, könnt ihr nun selber Lesen.

Ich trat eine neue Arbeitsstelle an, in einem kleinerem Unternehmen mit ca 40 Mitarbeitern, schon in den ersten Stunden meiner Arbeitszeit machte ich Bekanntschaft mit einer Jungen Blonden Frau. Sofort schoss sie sich mit Hasstiraden auf mich ein, dabei benutzte sie Worte die ich so nicht mal ansatzweise aussprechen würde. Ich kannte diese Person vorher nicht, aber sie machte mir sofort klar das sie mich nicht leiden konnte, und sie mich nicht in ruhe lassen würde, bis ich wieder gehen würde.

Nut** , Hu**, Pflicht** so etwas war mir bis dato noch nie Untergekommen, eine Frau mit so viel Hass auf mich in sich. Ich Verstand gar nicht wo das herkommen konnte, denn sie kannte mich ja gerade mal 10 Minuten lang. Den ganzen Tag und den Darauf folgenden, vor den ganzen Arbeitskollegen, ging es so weiter und niemand sagte etwas dazu, eher sahen die anderen Frauen betreten auf dem Boden, trauten sich aber nicht auch nur etwas dazu zu sagen. Eine kam auf mich zu und meinte mach dir nichts daraus die ist einfach immer so.

Ich wollte mir das aber nicht gefallen lassen, am zweiten Tag war ich schon ziemlich fertig und überlegte mir, wie ich dieser Frau nun Einhalt gebieten könnte. Und mir kam eine Idee. Ich wollte ihr auf eine nette Art und weise beibringen das man mit mir so etwas besser nicht anstellen sollte.

Also am nächsten Morgen ging ich wieder zur Arbeit, aber nicht ohne vorher an einem Blumenladen zu Stoppen und einen Strauß roter Rosen zu besorgen, dann noch ein Anhänger mit einem kleinen Herzen dran und schon war mein Plan im vollem gange. Den Blumenstrauß schön versteckt, hinter meinem Rücken, betrat ich meinen Arbeitsplatz und die Mobberin war auch schon da, sie stürmte gleich mit ihren Hasstiraden auf mich ein. In einer tur schmetterte sie mir dabei Schimpf Worte entgegen, als sie dann nah genug war, kam von mir nicht das übliche beschämende auf den Boden schauen, sondern mein Blick hielt ich fest in ihre Augen gerichtet. Dann nahm ich den Blumenstrauß hinter meinem Rücken hervor. Kniete mich vor ihr nieder und begann ihr vor versammelter Mannschaft eine Liebeserklärung zu machen. Ich liebe dich einfach und mag dein Gesicht, wenn es so Wut verzerrt ist , ich steh auf Erniedrigungen und auf BDSM, du bestärkst meine Gefühle mit jedem Ausdruck von dir, wird mein Liebesgefühl zu dir nur noch stärker und ich will für immer mit dir zusammen sein. Dabei musste ich mich sehr Beherrschen, denn echt sollte das alles aussehen und das tat es auch.  Sie lief Mega rot hat, presste ihre Lippen aufeinander und wollte etwas sagen , doch es war nur ein Gestammel was da aus ihrem Munde heraus kam. Unsicher schaute sie hinter sich in die Runde ihrer Mitarbeiter. Dann schrie sie mich an , du hu*** du Fotz** du schlam*** , doch ich blieb ganz ruhig und schob hinter jedem Wort ein, oh ist das geil, weiter, das gefällt mir , und ich liebe dich immer mehr. Sie riss mir den Blumenstrauß aus der Hand zertrat ihn auf dem Boden und schrie , ich Liebe dich aber nicht.

Und da wusste ich es, ich hatte sie , es ärgerte sie, aber mal so richtig und sie wusste gerade nicht wie sie damit Umgehen sollte. Ich zog weiter meinen Plan durch, bis zur ersten Pause beschimpfte sie mich, mit Sicherheit noch ein Dutzend mal, doch aus meinem Mund kam immer nur, ich Liebe dich und ganz besonders wenn du so wie jetzt zu mir bist. Immer noch hatte sie einen hoch roten Kopf und ich hatte schon ein wenig Angst das dieser bald Platzen könnte. Nach der Pause dann der Wandel ich stand direkt gegenüber vor ihr, und immer wenn ich sie anschaute blickte sie verschämt auf den Boden, sie traute sich nicht mehr, auch nur den Blick in meine Richtung schweifen zu lassen, und ich hatte, ein für alle mal ruhe vor dieser Mobberin……

 

UPDATE:  mich fragt gerade jemand auf Twitter wie ich mich in dieser Situation denn gefühlt hätte. Ich Antwortete so: fühlte sich an, als würde man einen guten Krimi lesen , dessen Ausgang man nicht kennt, ein wenig wie Achterbahn fahren

Ein Gedanke zu “Einen Blumenstrauß für einen Mobber

  1. Liebe Sam,

    vor Jahren hatte ich mal eine Nachbarin, die so war wie die Frau, die du beschrieben hast. Die hat auch ohne Grund rumgeflucht und wegen Kleinigkeiten – wenn man ihr nur mal während sie das Treppenhaus geputzt hat über den Weg gelaufen ist – wie Pfeile Ausdrücke aus dem Mund geschleudert. Sie war viel später als ich eingezogen, meinte aber, mich reglementieren zu müssen. Jedesmal, wenn ich mit anderen Nachbarn darüber geredet habe, hieß es „Die ist eben so. Gehen Sie einfach vorbei“ Was ja nicht einfach ist, wenn die bei ihren Beleidigungen drohend den Besen schwingt. Da muss man ja auf Verteidigung vorbereitet sein. Auch ihre Cheffin (die Frau des Hausmeisters, die eine Putzfirma gegründet hatte) sagte, ich solle das nicht so ernst nehmen und einfach weitergehen. Sie selbst war die Freundin vom Sohn des Hausmeisters. Deshalb unternahm auch die Wohngesellschaft nichts gegen sie.

    Aber schließlich gab es dann doch Konsequenzen, nachdem sich noch mehr Leute wegen ihres unzumutbaren Verhaltens beschwert hatten. Die Frau und ihr Freund mussten ausziehen. Da konnte auch der Hausmeister nichts mehr ausrichten. Als ich vom Fenster aus die Szenerie beobachtete, wie die ihre Sachen in den Umzugswagen luden, bemerkte sie meinen Blick. Diesmal war sie nicht mehr so stark, sondern blickte leidvoll weg. Sie wirkte, als würde sie am liebsten losheulen. Da habe ich was verstanden: Es gibt Menschen, die wissen genau, was sie tun, und andere tun Sachen, die sie selbst nicht verstehen. Liebe Sam, du gehörst zu den Menschen, die sich ganz gut selbst reflektieren. Sie kennen sich durch und durch und können erkennen, was für Gefühle sie haben und aus welchem Grund. Aber einige Menschen haben Gefühlsregungen gegenüber bestimmten Menschen, die sie nicht einordnen können. Irgend etwas haben sie an dem Menschen wahrgenommen, versuchen aber nicht zu verstehen, was es war. Und deshalb können sie mit ihren Gefühlen auch nicht umgehen. Diese Gefühle rumoren in ihnen, bis diese in einem Wutanfall herausbrechen. Wahrscheinlich fühlen sich Menschen, die sich selbst nicht kennen, ihrer Mitwelt hilflos ausgeliefert.

    Aber ich will diese ehemalige Arbeitskollegin von dir keinesfalls verteidigen. Es war dein Recht, dich zu wehren. Egal, ob ein Mensch mit sich selbst gut klarkommt oder nicht, JEDER hat Gefühle. Und niemand hat das Recht, andere zu beleidigen, egal wie schlecht es ihm geht.

    Grüße von Kerstin

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