Aussensicht auf eine Autistin

Da ich mich selten unter fremde leute begebe und ich mittlerweile viel mehr autistische menschen kenne wie neurotypische menschen, bin ich immer wieder gespannt darauf wie ich auf andere menschen wirke. so war ich vor kurzen zusammen mit einer freundin und ihrer kollegin in einem Tierasyl in kroatien. wir haben dort drei tage lang verbracht und diese kollegin hatt vorher noch nie kontakt zu einem autisten , darum war ich sehr gespannt darauf wie ich auf sie gewirkt haben muss. sicherlich kamen in diesen tagen viele kompensationsstrategien von mir zum einsatz. ich bat sie danach einen kleinen bericht zu schreiben, wie sie mich erlebt hat. diesen bericht möchte ich hier veröffentlichen, eventuell ist dieser für meine leser auch sehr interressant. auch poste ich ihn um vorurteile abzubauen.  ich finde sie hat sich in der zeit richtig mühe gegeben und ein enormes interresse war bei ihr vorhanden. so habe ich oft fragen beantwortet die zur aufklärung bei getragen haben. Hier also ihr bericht und wie sie mich wahrgenommen hat, viel spas beim lesen.

 

Meine Reise mit Sam – erster Kontakt mit einer Autistin

Wir planten unsere nächste Spendenfahrt nach Rijeka ins Tierasyl. Schon sehr früh stand fest, dass es um Ostern herum sein würde, da es ja nur in den NRW-Schulferien geht. Eines Tages fragte Birgt, ob ich etwas dagegen hätte, wenn Sam mitkommt. Sie wäre so neugierig auf das Asyl und die Hunde. Ich kannte Sam nur dem Namen nach, Birgit hat öfter äusserst positiv von ihr erzählt. Natürlich hatte ich nichts dagegen.

Von früheren Gesprächen über Birgits Job wußte ich, dass einige Autisten keinen körperlichen Kontakt möchten und sam dazu gehört .Also beim Begrüßen nicht die Hand geben oder womöglich noch umarmen usw. Darauf konnte ich mich gut einstellen. Wir haben uns bei unserer Kassenwärtin Angelika getroffen und Sam kam mir dort aus dem Haus entgegen. Wir schauten uns an, sie lächelte etwas verlegen und ich fragte, ob sie Sam sei. Dann habe ich mich vorgestellt und schon hatten wir unser 1. kleines Gespräch. Alles ganz normal.

Anschließend packten wir die Sachspenden aus meinem Auto in Birgits Auto und dann wurden wir bei Angelika fürstlich versorgt mit einem leckeren, bayerischen Mittagessen. Wir haben kräftig zugeschlagen und machten uns gegen 13 Uhr wieder auf den Weg in Richtung Süden. Sam und René saßen hinten (viel Platz hatten sie nicht – René ist Birgits Hund). Mit Pausen waren wir um 19 Uhr in Rijeka und bezogen dann die Wohnung von Zdenka`s Sohn. Dort gab es 1 Schlafzimmer und 1 Wohnzimmer mit Schlafcouch. Wir haben Sam aussuchen lassen, wo sie lieber schlafen würde und sie hat sich für das Wozi entschieden. An dem Abend waren wir relativ früh im Bett. Am nächsten Morgen war der Frühstückstisch gedeckt und Sam kümmerte sich ganz prima um unseren Kaffee. Nach dem Frühstück hat sie abgewaschen und mir ist aufgefallen, dass sie erst die 3 Messer und dann jeden Teller einzeln abgeräumt und gespült hat. Anschließend sind wir dann ins Asyl gefahren und man hat deutlich gemerkt, dass Sam sehr gespannt, neugierig und aufgeregt war. Dort angekommen, haben wir erstmal das Auto leergeräumt. Dann hat jeder seine Zwingerreihe „bearbeitet“. Sehr schnell bemerkte ich, dass die Hunde gerne auf Sam zugegangen sind. Also noch ein bisschen eher als bei Anderen. Sam hat ein sehr gutes Gespür für die Tiere, hat Geduld und strahlt Ruhe aus. Also perfekt für die Tiere. Und nicht nur die Tiere, auch Sam schien glücklich zu sein. Die Zeit ging sehr schnell rum und schon hatten wir „Feierabend“ im Asyl. Wir fuhren in unsere Wohnung auf Zeit und Sam meinte, sie möchte so gerne das Meer sehen. Also machten wir uns auf in den Hafen von Rijeka. Gingen um das Hafenbecken und hielten uns einen Moment an der Mole auf. Dort nahm sie einen Moment für sich und saß im Schneidersitz auf der Mole und schaute auf das Wasser. Das hat sie wohl gebraucht……..sie bedankte sich mehrfach bei uns, dass wir ihr das möglich gemacht haben. Auch Dienstag und Mittwoch haben wir im Asyl mit angepackt. Sam blieb in „ihrer“ Zwingerreihe, denn da kannte sie bereits alle Hunde und den Ablauf. Am meisten hat es ihr Siska angetan, eine Hündin, die sehr auf die Volontärin Diana fixiert war und nur mit ihr den Zwinger verließ. Da aber Diana nun in Zagreb studiert, hatte Siska noch keine Ersatzperson gefunden und blieb so – auch bei offener Zwingertür – lieber im Zwinger. Bis Sam kam . Die ließ Siska alle Zeit der Welt und so lief sie bereits am Dienstag mit Sam im Auslauf rum und am Mittwoch sogar auch noch aus dem Auslauf raus. Leider hatte Sam Hundemitbringverbot, ansonsten hätten wir Siska nur zu gerne mitgenommen.

Und auch am Mittwoch, unserem letzten Tag im Asyl, bewies Sam ihre „Hundepflüsterqualitäten“. Die kleine Greta sollte mal an der Leine laufen und schlotterte nur so vor Angst. Dank Sam und auch René, Birgits Hund, ging es nachher wesentlich besser.

Die Rückreise war zwar noch etwas kompliziert, da wir erst einen langen Stau hatten mit Vollsperrung der Autobahn in Österreich und uns das 2 Stunden Zeit kostete. Anschließend hatten wir dann eine Panne und mussten auf ein anderes Auto „umsteigen“. Und Birgit und Sam hatten dann noch mit genau diesem Leihwagen des ADAC wieder eine Panne – Marderbiss. So waren die Beiden letztendlich erst um 5 Uhr morgens zu Hause – nach 21 Stunden Fahrt.

 

Alles in allem kann ich nur sagen, dass die Zeit mit Sam eine sehr gute Zeit war. Wir haben schöne Gespräche geführt und ich habe es sehr genossen.

Ich denke, sie hat sich auch wohlgefühlt. Am meisten sicherlich im Asyl bei den Hunden.

Es war mein erster Kontakt mit einem Autisten und der war sehr positiv.

 

 

Bitte Heilt mich nicht !!

Ich streite mich ab und an mal im Netz mit den besagten MMS jüngern, die versuchen Autismus mit Chlorbleiche zu heilen. so hatte ich jüngst eine diskusion darüber auf youtube. einer der MMS anwender gab mir zu verstehen,  wenn ich autistische kinder austistisch sein lassen würde, man mich wegen unterlassener hilfeleistung anzeigen müsste, weil jedes Kind das recht hätte „Normal“ zu sein. ich Poste mal gerade die zitate hier rein:

er nannte das argument das ich wohl von der Pharmamafia bezahlt werden würde, das wir ja in jeder diskusion mit den MMS befürwortern lesen können. meine reaktion sah wie folgt aus.

Ich: lol, du bist süß. Nein ich bin kein handlanger der Pharmamafia. Sorry aber das ist absurd. Ich habe das wohl autistischer Kinder im Kopf. Und das diese nicht mehr mit MMS einläufen matertriert werden. Im übrigen geht es hier um MMS und nicht irgendwelchen Medikamenten. MMS hat ja noch nicht einmal eine zulassung als verkehrsfähiges arzneimittel, das kannst du so also gar nicht vergleichen. Und Contergan davon habe ich in diesem Bericht auch nichts gehört,das war hier nicht Thema. ist auch nicht meine baustelle. Meine Baustelle ist der Autismus, einfach den raus lassen und ich höre sofort auf ;-).

darauf wurde es etwas unangenehm weil er mir als antwort das hier schickte:

MMS Jünger : Also lässt du lieber Autistische Kinder im dem Zustand,dann würde ich dich ansch.. wegen unterlassene Hilfeleistung, denn auch ein Autistisches Kind hat Recht die Umwelt so wahrzunehmen wie jeder biologisch gesunder Mensch, und wenn MMS dabei hilft warum nicht,denn Enddeckung in der Medizin wurde immer von ausstehenden entdeckt, aber euch kann man nicht helfen , weil ihr selber in die Klapse gehört mit eurer Allerwelts mit Löffeln gefressene Weisheit, denn das Denken ist euch abtrainiert worden und an der Stelle sind die Herrgötter in Weiß und Experten wie Dr. Marlboro getreten , also schön weiter schlafen und Mainstream konsumieren ! 

ok, hatte ja in verschiedenen diskusionen mir schon so einiges gefallen lassen müssen, aber ich dachte, das ist echt hart und eigentlich wusste ich auch nicht so wirklich wie ich seine argumente nun zerpflücken sollte. Argumente naja wäre übertrieben, eher beleidigungen, aber die sind wir ja von MMS-leuten schon gewohnt. da saß ich nun. war etwas perpelx und muste überlegen was ich darauf antwortete, normalerweise würde ich auf so einen geistigen ausbruch nicht antworten, aber das hier lag mir gerade echt auf der seele. Meine Antwort darauf verfasste ich recht schnell und dabei kamen diese sätze heraus:

Ich: du bist auch also einer der uns unbedingt heilen will, obwohl es da nichts zu heilen gibt ? weil wir gut so sind wie wir sind und uns wohl fühlen in unserer haut ? ahja, es sind leute wie du die uns jeden tag zeigen wieviel wert wir für euch darstellen. Mainstream konsumiere ich bestimmt nicht. Wir nehmen die welt mit unseren augen wahr, aber sie ist schöner wie durch eure augen 😉 denn wir sehen die welt wie sie wirklich ist. Ich will gar nicht so eine wahrnehmung haben wir ihr sie habt. Mein fotografisches gedächtniss eintauschen gegen eines das immer vergisst. Meine fähigkeiten mich stunde um stunde in ein Thema hinein zu fuchsen und niemals die Konzetration dabei zu verlieren, das will ich ebenfalls nicht aufgeben. Es sind immer nur die die uns bemitleiden die nicht verstehen was autismus überhaubt ist und sich nicht vorstellen können das wir gerne so sind wie wir sind. Denn das macht unsere Persönlichkeit aus. Wir haben es satt das uns leute heilen wollen, wir haben es satt das wir ständig bemittleidet werden, wir haben es satt das man uns zu normalen menschen erziehen will und wir haben es satt das es Quacksalber gibt die uns dann noch Chlorbleiche in den arsch schieben wollen. Wir sind gut so wie wir sind.

und fügte noch etwas hinterher:

Ich: und wer läuft denn nun den Mainstream hinterher ? wir die wir gerne anders sind, die mit dem anders sein gut zurecht kommen, oder jene die immer wieder behaubten, autisten kann es ja nicht gut gehen, weil sie nicht wie die normalen sind. Ist das nicht der größte mainstream den es gibt ? einfach mal einer homogenen masse hinterherlaufen weil ihr euch nicht bei uns informiert, wie wir das erleben und sehen ? eure Meinungen beruhen auf genau das was ihr von aussen her seht, aber was ihr noch nie wahrgenommen, gefühlt oder gespührt habt. Merkst du was? das ist genau das was ihr uns vorwerft. Wer läuft denn nun den mainstream hinterher und will uns normal machen ? wir oder doch ihr ?

Wie schon so oft nach meiner Diagnose, kam bei mir nochmals die frage auf: will ich autistin sein und wenn mir heute einer anbieten würde von jetzt auf gleich NT zu sein, würde mir das gefallen? Oftmals schreibe ich in meinen Blog wenn es mit dem symptomen des Autismusses schwirigkeiten gibt. gebe ich da vielleicht schon ein falsches Bild von mir ab? wenn Nts meinen blog lesen bekommen sie vielleicht die Meinung ich müsste doch geheilt werden weil ich mich, so nicht wohl fühlen könnte?

das wäre für mich aber nur ein trugschein, denn das was die leute vor dem monitor nicht mitbekommen ist das es mir zwischen den posts auf meinen blog gut geht. So gut, das ich mir ein leben als NT gar nicht vorstellen könnte. Klar klage ich mal über mein Fotografisches gedächtniss aber ein gedächtnis zu haben wie ein NT der eventuell viel mehr vergisst wie ich, der schon nach wenigen tagen kein Bild mehr davon im kopf hat. der viele sachen nicht bildlich sondern wörtlich im kopf abgespeichert hat. All die tollen sachen die man sieht, kann eine NT sich nicht ein zu eins als Bild in seinem Kopf vorstellen. Da wird es ganz klar das ich kein NT gedächtniss haben möchte. Ich möchte all die schönen sachen behalten dürfen.

Ich liebe meine lexikons, liebe es stunde um stunden darin zulesen, mag keine romane. das bildet nicht nur sondern stockt mein wissen auch enorm auf. Je nach dem welches spezialinterresse ich gerade nach gehe, kann ich mich stunde um stunde damit beschäftigen ohne müde zu werden oder gar die konzentratin zu verlieren. Manchmal sogar ohne schlaf dazwischen. ich mag es mich zu informieren und sachinformationen zu lesen, ein NT (also einer wie zb meine Nachbarin) die würde so etwas nie tun, sie pfeift sich den ganzen tag spassmedien rein, die keinerlei mehrwert darstellen. einfach nur komisches allerlei. augenscheinlich ist sie glücklich damit. ich wäre das nicht mir würden ganz schnell meine sachbücher lexikas sehr fehlen. auch hier möchte ich gar kein NT sein. ich fülle meinen kopf lieber mit wichtigen infomationen wie ihn mit gesellschaftlichen hypes zu überfluten.

ich bin oft alleine gehe kaum raus, wenn dann mal zum einkaufen, dann ist es mir oft zu laut, da könnte man sagen ok das wird wohl etwas sein das ich gerne ablegen würde, aber auch hier mus ich sagen, denke ich ein wenig länger darüber nach. Dann lautet meine antwort: nein, mein gehör will ich bestimmt nicht loswerden, leise geräusche war zu nehmen, wenn zb. in der küche der wasserhahn tropft, hat mich so manchesmal davor bewahrt eine wasserüberflutung in meiner küche zu haben. NTs drehen sich um und nach ein zwei metern bekommen sie nicht mehr mit wie andere hinter ihren rücken lässtern. Ich bekomme das noch sehr weit mit. das tut manchmal weh, schützt mich aber auch und ich weiß was ich von den leuten zu halten habe. auch in anderen situationen weiß ich durch mein übermässiges gutes gehör was um mich herum so los ist, das hat mir so manchesmal echt den hintern gerettet . Auch dieses hören würde ich niemals abgeben wollen.

In den gesichtern des gegenübers nichts zu sehen, hat auch seine vorteile. denn ich kann dort nichts hinein inteprätieren was nicht da ist. so wie NTs das schon einmal gerne tun. samlltalk noch so ein thema, von jetzt auf gleich sich nicht mehr sachbezogen äussern sondern smalltalk halten *grusel* ich bin eine frau und müsste mir gedanken über schminke machen, wo man die billigsten lebensmittel bekommt , welcher frisör gerade angesagt ist und auf jeden fall müsste ich bei vielen frauen aktivitäten mit machen. Mus ich das haben ? meine ziet damit verbringen kataloge zu wälzen dessen bilder man sofort danach wieder vergessen hat, man sich raus schreibt bei welchem laden es die nuesten sachen gibt. Nein das mus ich nicht haben !

Ich bin froh mein bis jetziges Leben ohne mainstream vebringen zu dürfen, ohne mir stunde um stunde den kopf darüber zerbrechen zu müssen was gerade „IN“ ist was ich tragen kann oder eben auch nicht. Ich denke das es für einen NT sehr anstrengend ist diese ganzen normen, für sich erfüllen zu wollen. mir reicht mein lieblingspulover (am besten mehrmals gekauft) eine lieblingshose und ich bin glücklich. daher gebe ich in meinem leben auch viel weniger an konsumgüter aus wie ein typischer NT auch das spart mir mein Geld. Auch hier möchte ich kein NT sein, diesen ganzen zwang mitmachen zu müssen. von geschäft zu geschäft zu laufen einzu kaufen um dann festzustellen das ich in zwei wochen wieder out bin.

Viele Nts nehmen vorgefertigte meinungen die ihnen andere Leute präsentieren, überprüfen sie nicht und übernehmen oft die Meinung einer Masse, da bin ich anders, ich überprüfe ständig und überall die fakten lese nach und informiere mich und erst dann wenn ich ein genaues Bild vom thema habe, beziehe ich stellung und habe eine Meinung dazu. Das ist eine eigenschaft die ich sehr an mir schätze und diese will ich ebenfalls niemals gegen ein NT denken eintauschen. Vorschnelle Meinungsbildungen beiben meistens bei mir aus.

Mein fazit aus dem oben genannten ist: liebe NTs ich möchte euch nicht schlecht darstellen, denn schließlich seit ihr auch nett und meistens sogar auch meine freunde aber dennoch möchte ich mit euch nicht tauschen denn ich fühl mich wohl in meiner haut. so wie ich bin und möchte einfach nur

ICH SEIN

bitte heilt mich nicht…..

 

PS: die Überschrift ist natürlich Provokativ gemeint, denn ich bin in keinster weise krank, so das die notwendigkeit mich zu Heilen auch gar nicht existiert. Ich bin wie ich bin. Autistisch ein Autistisch normaler gesunder Mensch

 

wer die diskusion mit dem MMS-jüngern nachlesen will findet sie hier

mal wieder ABA

Nachdem Autismus Mittelfranken eine Stellungnahme zu ABA auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, kam nicht lange danach die Antwort von einer Organisation und eines Menschen, der ABA anbietet (hier zu lesen).

Da er die Stellungname von Mittelfranken jetzt nicht auseinanderpflücken wollte, werde ich das mit seiner Stellungnahme auch nicht tun. Aber ich spreche mich ganz deutlich gegen ABA aus und das aus guten Grunde, wie ich in nachführenden absätzen erläutern werde.

ABA-Therapie und ihre Auswirkungen: diese bekommen ABA-Therapeuten meist gar nicht mit, weil sie sich unsere Denkstruktur nicht einmal im Ansatz vorstellen oder verstehen können. Sie bekommen nicht mit, wie sehr wir darunter leiden, dass man uns immer zu „normalen“ Menschen erziehen will. Obwohl jeder weiß, dass das nur ein Trugschein ist und der Autist nur vorgibt „normal“ zu sein, aber es nicht ist. Zu was für einen Preis diese Therapie auf den Rücken der Autisten ausgetragen wird, ist vielen ABA-Menschen schlicht egal, für sie zählt nur, dass der autistische Mensch sich endlich „normal“ benimmt. Die Auswirkungen dieser Therapie, die bekommen wir zu spüren. Nämlich immer dann, wenn wir mit Autisten reden, die diese Therapie durchgemacht haben, immer dann wenn einer dieser kinder mit 25 Jahren zusammen klappt, weil sie die täglichen Anforderungen so nicht mehr bewältigen können, weil ihr erlerntes normal sein so viel Energie auffrisst, dass sie kaum in der Lage sind das zu kompensieren.

Da gibt es Autisten, die mit 25 jahren nach solchen Theras in tiefe Depressionen fallen, einfach aus dem Grunde, weil sie merken wie aussichtslos ihr Wunsch ist, als das wahrgenommen zu werden was sie sind. Das sein zu dürfen, was jeder Mensch sich heraus nimmt, nämlich ein „ich“ zu sein. Aber das „ich“ sein wurde ihnen so sehr abtrainiert, dass sie sich schon gar nicht mehr trauen irgendwo so zu sein. Das ist perfide, denn jeder Mensch hat ein Recht darauf, so zu sein wie er ist.

Ich kann jetzt schon nicht mehr zählen, wieviele ABA-Trainierten Autisten ich auffangen musste. Denn es raubt einem einfach die Kraft, man fühlt sich mit 25, als wären man 99 Jahre alt und das kann doch nicht Sinn und Zweck einer Therapie darstellen. ABA-;enschen, wenn wir mit ihnen reden und versuchen ihnen zu sagen, das ihre Therapie so wie sie sie anwenden nur Schwierigkeiten bereiten, hören uns nicht zu.

Dabei sind die Leidtragenden wir, dabei sind wir diejenigen, die es am besten wissen müssten, denn schließlich leben wir ein Leben lang mit unserem Autismus. Niemand dieser Therapeuten kann sich auch nur annähernd vorstellen, wie unsere Gehirne ticken oder zu welche einschneidenden Probleme diese Therapie führt. Wie denn auch, denn um das zu erkennen müssten sie erst einmal mit uns reden. Auch können die meisten ABA-Therapeuten sich nicht vorstellen, dass wir uns mit dem Autismus wohl fühlen. (ich tue das auf jeden Fall). Er gehört zu mir dazu, er macht meine Persönlichkeit aus. Ich bin das, mit dem Autismus, ohne ihn wäre ich nicht mehr ich.

Ausserdem wird immer eine Gefahr unterschätzt: nämlich einem Kind beizubringen, alle anforderungen, die an einen gestellt werden auch zu erfüllen, bedeuten nichts anderes als dass dieser Autist auch Anforderungen erfüllt, die nicht gut für ihn sind. So dass diese Kinder sehr gefährdet für Missbrauch und Misshandlungen sind. Wieviele von ihnen nach derartigen Therapien von solchen Vorkommnissen erzählen, bekommen die ABA-Menschen ebenfalls nicht mit. Denn sie reden ja nicht mit uns. Jeder Versuch, daran etwas zu ändern scheitert immer wieder an deren Philosophie, keinen Widerspruch zu ihrer Therapie zu dulden. Und man bekommt nur Texte an den Kopf geworfen, in denen gebetsmühlenartig herunter gebeten wird: ABA ist gut, ABA ist toll, ABA heilt, ABA macht die Kinder normal.

Was wir dazu sagen, das interessiert diese Menschen nicht und obwohl wir da eine andere Sichtweise auf den Autismus haben und ihnen immer wieder versuchen zu erklären warum diese Methode eine denkbar schlechte ist um die Autistenkinder zu therapieren. Ja dann, dann wird uns gesagt wir hätten keine ahnung vom Autismus und wir sollten ruhig sein. Keine Ahnung vom Autismus obwohl wir Autisten sind ? Geht das überhaupt? Da muss man sich eher fragen, warum ihr uns da nicht zuhört, warum ihr nicht einfach verstehen wollt, dass wir versuchen zu vermitteln, wie es uns damit geht. Denn was man von aussen sieht, ist sehr oft einfach nur Schein und Trug.

Wir möchten das aber nicht. Wir wollen normal sein, so normal wie wir einfach sind. Autistisch normal, uns nicht verbiegen müssen, unser Sein nicht verstecken müssen. Akzeptiert werden so wie wir sind. Nicht gequält werden mit stundenlangen Trainingseinheiten, die uns dazu noch bestrafen, weil wir sie angeblich brauchen, während andere Kinder schon lange Freizeit haben. Dressiert zu werden Stunde um Stunde unseren frühen Lebens, ist nicht das, was wir uns unter Kind sein vorstellen.

Wenn wir erwachsen werden und dieses Antrainierte nicht mehr leisten können, wenn wir damit überfordert sind und nicht mehr können, wenn uns die Kraft dazu fehlt und uns die Puste ausgeht, müssen wir umdenken. Wir versuchen dann wieder uns darauf zurück zu besinnen, wie wir wirklich sind, autistischer von aussen könnte man sagen, aber nein, wir legen nur das antrainierte ab und das bedeuten jahrelange harte Arbeit. Tun wir das nicht, gehen wir unter, bekommen eine riesen Depression oder sind nach wenigen Jahren so ausgelaugt, dass wir keine Erholung mehr finden können und an Arbeiten ist dann eh nicht mehr zu denken.

Also bitte liebe ABA-Menschen denkt doch daran, dass wir Autisten sehr wohl wissen wie Autismus wirklich ist, dass wir sehr wohl wissen, was in Therapien passiert, und dass wir in der Lage sind einzuschätzen was gut für uns ist und was nicht. Und das können wir auch nur selber, ein fremder, der nicht im Spektrum ist, kann niemals (auch wenn er noch so viel darüber lernt) nachvollziehen, wie es sich wirklich anfühlt ein Autist zu sein.

Sam auf abwegen und mal nicht in sachen Autismus Unterwegs

Im Tierasyl Rijeka als Autistin – was habe ich gesehen – was habe ich erlebt.

 

Hallo ihr Lieben

Ich möchte Euch erzählen, wie ich das Tierasyl in Kroatien, was von Chance für Fellnasen e.V. unterstützt wird, empfunden habe.

Bei der letzten  Spendenfahrt in dieses Asyl hatte ich das Glück, dass mich der Verein Chance für Fellnasen mitgenommen hat.

Als Autistin mag ich soziale Kommunikationen nicht besonders, und habe einiges an Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen, darum mag ich oftmals die Tiere einfach mehr, um so glücklicher war ich……..

……..über diese Chance für mich. Und freute mich auf einen Urlaub voller Arbeit mit Hunden. Manchmal habe ich einfach das Gefühl die Tiere besser zu verstehen wie die Menschen.

 Die Fahrt dahin war sehr lange und die Eindrücke da schon ziemlich überwältigend. Für mich sollte es eine sehr schöne Zeit werden. Aber erst einmal zurück zu  der Fahrt.

Denn da  hatte ich ein Erlebnis auf meinen FB-Account, der mich nachdenklich stimmte. Dort schrieb mir jemand, das ich mir das Tierheim nicht so vorstellen sollte wie Tierheime in Deutschland und das ich dort viel Elend sehen würde. Als Autistin nahm ich diese Information und dachte ein wenig darüber nach und dieser Gedankengang sah ungefähr so aus:

Über Autisten gibt es genau so viele Vorurteile wie es Autisten gibt, die oftmals aus falschen Berichterstattungen im TV und den Medien  entstehen. Was ist also wenn es über Tierasyle im Ausland ebenso falsche Vorurteile gibt?

Ich habe ein wenig gegoogelt und fand Bilder und Medienberichte von Tierheimen im Ausland, alle sagten ungefähr das gleiche aus. Die armen Hunde werden schlecht behandelt und müssen auf engsten Raum leben. Dazu gibt es dann viele bemitleidenswerte Bilder, auf denen Hunde oftmals als traurige Wesen dargestellt werden. Ob das in diesem Tierheim auch so ist davon würde ich mir ja jetzt selber ein Bild machen können. Außerdem hatte ich in der Vergangenheit schon in vielen Tierheim in Deutschland gearbeitet und war gespannt auf die Unterschiede zu diesem Tierheim in Kroatien.

 Also war ich mehr wie gespannt auf das Tierasyl und war mega aufgeregt als es endlich am nächsten Morgen hieß das wir zum Asyl fahren. Dort angekommen wurden wir schon herzlich begrüßt . Die Lautstärke (für mich oft ein großes Problem weil ich sehr Geräusche empfindlich bin, und mir laute Geräusche in den Ohren weh tun) wurde enorm laut , da alle Hunde unser Kommen bemerkt hatten und uns mit lautem Gebell willkommen hießen. Dazu kamen uns am Tor schon zwei Hunde entgegen die einfach so in dem Asyl ohne Zwinger leben und ihr Leben dort genießen. Die zwei waren sehr scheu und anfassen konnte man sie nicht. Eines fiel mir nach den ersten paar Sekunden auf. Das Gebell das uns entgegen kam , war genau das bellen was ich aus Deutschen Tierheimen kenne wenn man als Helfer früh morgen rein kommt und das Essen verteilt.

Also keinesfalls ein aggressives Bellen sondern ein freudiges erwartungsvolles Gebell. Das mir sofort eine Art gute Laune verpasste,  ja ich war angekommen. Endlich mal wieder von mega vielen Hunden umgeben zu sein, das ist für mich der pure Urlaub.

 Ich war ja nicht nur zum schauen da, sondern wollte direkt mit anpacken, und das tat ich dann auch. Ich durfte ziemlich schnell alleine für mich arbeiten ( was mir als Autistin sehr entgegen kam). Vor jeder Zwingerreihe gab es einen Auslauf , wo man die Hunde raus lassen konnte, eben so einen Auslauf wie ich ihn aus Deutschen Tierheimen her kenne, dieser wird genutzt um die Hunde laufen zu lassen während man die Zwinger reinigt.

 Mir fiel dabei schon auf, dass alle Hunde sehr freundlich, aufgeschlossen und umgänglich waren.

Also hier gab es auch kaum Unterschied zu deutschen Tierheimen. Die Hunde die ich raus ließ,  begrüßten mich freundlich und holten sich ihre Kuscheleinheiten ab. Futter gab es natürlich auch. Die Mitarbeiterinnen mischten das Trockenfutter mit allerhand Leckereien und Spenden von einem örtlichen Metzger. So kamen auch Würstchen , Brühe, Eisbein und andere viele Leckereien in die Näpfe der Hunde. Kein Wunder, dass sie ihr Futter sofort leer schlabberten. Was auffiel war, dass mir dort kein Hund entgegen kam,  der nicht freundlich und aufgeschlossen war. Das war schon etwas anders zu deutschen Tierheimen, in denen immer wieder mal auch Tiere sitzen die Angstbeisser sind oder so Menschen gerne mal beißen. In manchen Zwingern saß nur ein Hund, weil dieser sich mit anderen Hunden nicht vertrug – in anderen wiederum hatten sie immer einen Rüden und ein bis zwei Hündinnen dabei. Auch hier war nicht wirklich viel Unterschied zu deutschen Tierheimen zu erkennen. Hier in Deutschland gibt es ein Gesetz wie groß ein Zwinger für 2-3 Hunde sein muss, das Gesetz existiert aber auch hier meist nur auf dem Papier, weil es einfach viel zu viele Hunde gibt, die im Tierheim sitzen und oft einfach das Problem hat nicht zu wissen wohin man mit diesen Hunden, die abgegeben werden . Darum sitzen hier in Deutschland auch viele Hunde in eigentlich zu kleinen Zwingern.

Dort in Rijeka waren die Zwinger nicht kleiner. Auch saßen nicht überwiegend mehr Hunde darin wie in DE auch. Das hatte mich erstaunt, denn das hatte ich mir anders vorgestellt. Irgendwie voller und mit weniger Platz, so wie es oft die Bilder, die man hier zu sehen bekommt, suggerieren.

 Zeit ist ein ganz wichtiger Faktor, den man sich eigentlich nicht erlauben kann, wenn man in einem Tierheim Tiere versorgt. Denn da muss man einfach schauen das die Arbeit fertig wird. Oftmals bleibt da bei der ganzen Arbeit die Hundestreichelzeit wirklich begrenzt. Das ist in Rijeka anders, wenn ein Zwinger aufgemacht wird und der Zwinger fertig gesäubert ist, hat man 20 Minuten Zeit sich intensiv mit diesen Tieren zu befassen. Was ich gerne in Anspruch nahm. Das war anders, in DE wäre ich in den freien 20 Minuten vom Chef zu anderen Arbeiten verdonnert worden, so das ich keine Zeit für Streicheleinheiten gehabt hätte.

 

Volontäre heißen die Leute, die sich in Rijeka freiwillig und ohne Bezahlung um die Hunde tagtäglich kümmern. In DE wird jeder Angestellte im Tierheim bezahlt. Die Volontäre habe ich als besonders liebevolle Menschen und aufopfernd kennen lernen dürfen. Was ich dann erleben durfte , habe ich hier in DE in keinem Tierheim erlebt, die Volontäre liefen mit jedem Zwinger (meist drei Hunde), einfach in den Wald ohne Leine, ohne Umzäunung. Das Faszinierende für mich war daran, dass die meisten Hunde in ihrem eigenem Rudel heraus kamen und sie oftmals Straßenhunde vorher waren, diese also eigentlich in der Lage sind sich selber zu versorgen und auf die Menschen im eigentlichen Sinne nicht angewiesen sind. Deswegen war ich sehr erstaunt, dass kein Rudel auf den Gedanken kam, einfach abzuhauen, was für sie gar kein Problem darstellen würde, denn sie waren ja nicht angeleint. Doch alle Hunde kamen bereits nach einigen Minuten wieder freudig aus dem Wald gerannt. Das zeigt mir doch, das diese Hunde sich dort wohl gefühlt haben müssen, wenn es ihnen nicht gut gehen würden, würden sie gerade im Rudel auf und davon sein.

 Nicht nur das die Volontäre super lieb auf die Hunde eingingen, sondern dass sie sich auch noch dafür die Zeit nehmen, war wunderbar mit anzusehen. Spaziergänge in Deutschland in den Tierheimen, in denen ich gearbeitet habe, war für die Hunde reiner Glücksfall, da mussten schon ehrenamtliche Helfer kommen und mit den Hunden laufen gehen und die nahmen meist nur die Hunde, die sie auch mochten. Oder ein Hund hatte das Glück , dass eine Familie mit ihm lief, weil sie sich für den interessierten . Das Alle raus kommen und einmal spazieren gehen, habe ich bis jetzt nur im Asyl in Kroatien erleben dürfen.

 Ein Gebäude fiel mir beim Reinkommen in das Asyl auf, eigentlich sah das nicht aus wie ein Zwinger, sondern eher wie ein kleines Aufenthaltshäuschen für Mitarbeiter, das aber umgebaut war zu zwei Zwingern. Das gab mit gerade auf die Volontäre bezogen zu denken, denn die saßen zur Pause vor diesem Zwinger und aßen ihr mitgebrachtes Brot, was nicht selten auch an die Tiere verfüttert wurde, wenn sie vorbei kamen. (der Freilauf war direkt mitten drin). Es sah so aus, als hätten die Volontäre ihren Aufenthaltsraum irgendwann mal aufgegeben als es zu viele Hunde wurden und sie Platz brauchten. In Deutschland hat man auch oft Platzprobleme, man würde aber niemals seinen Pausenraum opfern für mehr Platz. Auch gibt es dort kein fließendes Wasser. Das ist bei uns natürlich anders, aber es kommt die Feuerwehr regelmäßig vorbei und füllt die Wassertanks wieder auf. In Deutschland würde dieses Problem über Brunnen gelöst.In Kroatien kann man wegen dem Fels leider keinen Brunnen schlagen und so wird es halt über große Wasserspeicher gelöst. Den Hunden fehlt es also an nichts. Ich habe bemerkt, dass die Hunde wirklich im Mittelpunkt dieser Volontäre stehen und sie ihr eigenes Wohl hinten anstellen. Das finde ich persönlich eine tolle Erfahrung. Es gibt dort auch sehr ängstliche Hunde, die einfach noch mehr Zeit bräuchten um sie an Menschen zu gewöhnen. Auch in Kroatien ist diese Zeit,die man dafür benötigt, einfach nicht vorhanden. Das ist in DE auch nicht wirklich anders, es sei denn man möchte Überstunden machen.

 Durch Futterspenden und Geldspenden sind die Vorratskammern wirklich gut gefüllt, und das zeigte uns die Betreiberin mit einem gewissen Stolz. So viel Futter für die Hunde zu haben, sah man ihr an, machte sie glücklich. Aber für andere Sachen wie Futter wird kaum gespendet, eigentlich bräuchte dieses Tierheim, andere Sachen so wie Zaunspenden, neue Gitter, Hundehütten , einen Aufenthaltsraum für die Volontäre und eine Dusche. Aber dafür wird kaum etwas gespendet. Farbe für die bestehenden Gitter wären auch mal toll. Aber so was wird kaum gespendet und wenn mal etwas rein kommt wird das sofort verbaut. Kaum Bau Material lag auf dem Grundstück. Das ist anders in  DE liegt oft Baumaterial und man wird als Mitarbeiter dazu verdonnert, wenn wichtiger Besuch kommt, alles auf Hochglanz zu polieren, zu streichen, die Zwinger mit einem Hochdruckreiniger zu reinigen. Es darf bloß kein Kot in dem Zwinger liegen. So, dass ein Tierheim in DE sehr sauber und ordentlich rüber kommt. Ungeachtet der Tatsache, dass die Zwinger nach drei Tagen wieder wie vorher aussehen und man diesen Trugschein in DE kaum aufrecht erhalten kann. Außerdem geht fürs Polieren so viel Zeit drauf, dass man diese Zeit eigentlich lieber als Mitarbeiter den Tieren zukommen lassen würde.

Hunde werden umverteilt, dass die Zwinger nicht so voll aussehen. Auch habe ich Tierheime erlebt, die ihre Besucher gar nicht erst in die Zwingerreihen hinein lassen, damit diese nicht abgeschreckt werden. Ein wenig Farbe auf die Gitter etwas säubern und Umverteilen macht dann eben den Eindruck das es den Hunden in DE besser geht wie in Kroatien. Kratzt man aber diesen Lack mal ab , sieht man, dass es in Wirklichkeit gar nicht so ist.

 Zeitgemäß muss man sagen hatte jeder einzelne Hund in Kroatien mehr von mir wie die Hunde hier in DE in den Zwingern, obwohl ich schon Überstunden strampelte wo es nur ging.

 Auch ging die Betreiberin mit Leckereien die Zwinger ab und gab jedem noch eine Handvoll vom Lecker bevor sie abends Feierabend machte. Bei jedem Hund, der da vom Hof ging und vermittelt war, wurde von den Volontären rührend Abschied genommen. Man kann ihnen anmerken dass die Ungewissheit darüber ,ob es den Hunden im neuen zu Hause auch wirklich gut geht, an ihnen nagt. So habe ich Volontäre kennen lernen dürfen, die sich aufopfernd um die Hunde kümmern, die ihre Brote an die Hunde verfüttern und ihnen versuchen, das zu geben was die Hunde brauchen.

Machen wir uns nichts vor, klar sind Tierheime keine wirklich schöner Ort, auch hier in DE nicht, aber so lange wie sich Leute Hunde holen und sie dann hinterher einfach dort entsorgen und sich um keine Kastration kümmern wird es so bleiben. Deswegen sind Tierheime ja auch so wichtig, ich wünschte mir auch, dass wir sie nicht brauchen würden, aber so lange es Halter gibt die ihre Tiere abgeben , oder Menschen gibt die ihre Tiere derart verwahrlosen lassen dass sie ihnen weggenommen werden müssen, sind Tierheime das Einzige was wir dagegen setzen können. Mit mehr Geld könnte man vielleicht noch viel mehr Hunde in Pflegefamilien bringen, aber auch hier ist es wie überall , dafür fehlt es.

 

Mein Fazit: Bitte spendet nicht nur Futter sondern denkt auch immer daran das Baumaterial gebraucht wird, das Hundehütten eine seltene Spende darstellen und das ein wenig Farbe schon viel ausrichten würde. So weit zu meinen Eindrücken Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen.

  1. Als Autistin bin ich immer wieder von Vorurteilen geplagt und man wirft vielen Autisten vor, sie wären nicht einfühlsam und würden nicht mitfühlen können. Das stimmt ja so nicht denn wir können Gefühle an den Gesichtern des Gegenübers nicht lesen aber mitfühlen können wir sehr wohl. Aber so wie Nicht Autisten uns ein mangelndes Mitleidsgefühl zusprechen , muss ich sagen das ich andersherum auch oft denke, dass Nicht Autisten bei Tieren ein echtes Mitgefühl nicht kennen. So wird zb. oft das laute Gebell hinter Zwingern als entweder aggressiv oder als bemitleidenswert empfunden, doch kaum jemand bekommt da die waren Gefühle der Hunde mit, kaum Einer sieht, dass diese Hunde sich gerade mega freuen. Viele Hunde sind schon so lange im Tierheim, dass sie nichts Anderes kennen, für diese Hunde ist das Tierheim ein zu Hause geworden das sie mögen und den Ablauf kennen. Kaum einer denkt daran, dass Hunde sich auch in so einem Umfeld wohl fühlen können. (sicherlich nicht alle, aber viele von ihnen schon). So habe ich nur positive Gefühle von den Hunden übermittelt bekommen. Fröhlichkeit, Spaß, Freude und viele positive Gefühle schlugen mir entgegen. Kein Vergleich zu dem depressiven Denken mancher Nicht autistischer Menschen , die sich nur darauf verlassen, was sie sehen und nicht darauf was an Gefühlen zu ihnen rüber dringt. Mein Fazit daraus ist, dass manche Menschen gefühlsblind gegenüber Tieren sind und ein völlig falsches Verständnis für die Gefühlswelt der Tiere haben. Ich fühle mit und wenn ich eins sagen kann , dann dass die Emotionen bei Tieren eine viel Ehrlichere ist wie bei Menschen. Einfühlsam bin ich wohl dann doch nur eben auf eine etwas andere Art und Weise.