Warum ich den "April-April" nicht mag

Warum ich den April-April nicht mag:

Heute morgen fing schon alles sehr gut an. Ich stand wie jeden Morgen auf und versuchte mich anzukleiden, doch bei den Schuhen musste ich feststellen, dass ich den rechten Stiefel einfach nicht an bekam. Auch der vierte und fünfte Versuch blieb ohne Erfolg.
Wie mein Tochter mich dabei beobachtete, bekam sie wohl ein schlechtes Gewissen: „Mama, schau doch einfach mal in den Schuh, ob sich da was versteckt hat.“
Ich: „Wieso sollte sich da was versteckt haben, ich habe dort doch gar nichts reingetan.“
Sie: „Na, überleg mal.“
Ich: „Ne, echt keine Ahnung.“
Sie: „Na weil wir den 1. April haben.“
ich: „Ähmmmmm“
Sie: „April April“

jetzt erst bemerkte ich worauf sie hinaus wollte. Ja klar, hatte ich doch glatt vergessen, dass es so einen Quatsch-Tag gibt.

Also schaute ich in die Stiefel und fand einen Gummiball…..

Schon leicht angenervt, weil ich durch diese Aktion meine täglichen Routinen erst zu spät ausführen konnte, kam dann nach einer halben Stunde der nächste Eklat…

Für meinen Kopf war jetzt also klar: 1. April !!!

Ich lief mit dem Hund raus. Dort begegnete uns ein Nachbar, der wärend er an mir vorbei lief, mir frohe Ostern wünschte, doch für mich war ja klar, dass wir den 1. April haben. Meine Antwort darauf war logischerweise:
*April April*

Durch das komische Gesicht, das mein Nachbar machte, wurde mir klar irgendwas war falsch, aber ich kam nicht drauf was.

Erst nach Stunden dämmerte es mir, dass man ja auf frohe Ostern nicht „April-April“ sagen konnte. :-)

Doch da stand ich bereits in einem Kiosk, um noch etwas Schoki zu kaufen. Der Verkäufer war gerade dabei mir zu erzählen, ich hätte etwas auf der Nase, während er mir zeigte, wo genau ich etwas auf der Nase haben sollte, indem er sich auf seine tippte.
Ich rieb mir die gleiche Stelle und versuchte das „etwas“ los zu werden.
Immer wieder zeigte der Verkäufer auf eine andere Stelle meiner Nase, während alles um mich herum schon lachte, folgte ich brav den Anweisungen des Verkäufers, bis der nach einer scheinbar ewigen Zeit angenervt meinte:
„April April!“
Hinter mir ne Schlange Kunden. Ich verstand nicht und schaute den Verkäufer erst fragend, dann wiederholend an: „April April ???!!!!“
Dem Kunden hinter mir hat es wohl gereicht, denn er räusperte sich ganz laut, und bestellte dann einfach über meinen Kopf hinweg.
In meinem sah es gerade so aus:

Er sagte: April April!
Ich: Warum sagt der das nur? Ich habe doch nur was auf der Nase.
Er:  April April!
Ich: Was meint er damit nur?
Er: Aprill Aprill!
Ich: Ich hab doch was auf meiner Nase.

Das hätte jetzt ewig so weiter gehen können, wenn mein Bus nicht gekommen wäre.
Wie gut, dass ich im Bus dann ganz alleine war. Wer weiß, in welche Fettnäpfchen ich sonst noch so getreten wäre.
Nur noch einer Nachbarin begenete ich. Sie hatte sich wohl die Haare färben lassen. Ich meinte zu ihr, das ihre neue Frisur schön aussehen würde.
Sie: „Ja, meinen sie wirklich?“
Ich: „Ja… April April!“
Aber dies bermerkte ich zum Glück noch, wie es halb auf meiner Zunge hing. Gerade nochmal gut gegangen.
Aber jetzt schnell nach Hause, bevor noch irgendwas passiert.

Und nun liebe Leute wisst ihr auch, warum ich den 1. April nicht mag.

3 Gedanken zu “Warum ich den "April-April" nicht mag

  1. Ich mag diese Jux-Kultur zum 1. April auch nicht.
    Man erwartet von mir an diesem Tag, dass ich die Aussagen von Leuten mehr in Frage stelle und sie erstmal nicht ernst nehme, da ich ja schließlich „auf der Hut“ vor dem April sein müsste. Dabei möchte ich den Leuten gerne mit viel Verständnis entgegentreten und sie erstmal respektieren – wenn sie mich aber veralbern, handeln sie feindlich. Und sie erwarten, dass ich dann nicht verärgert bin und ihnen das nachsehe. (Okay, vielleicht bin ich da humorlos, aber das ist ein Humor, mit dem ich nichts anfangen kann. Ich habe in anderen Bereichen viel mehr Humor).

    Auch soziale Medien und News im Internet kann man am 1. April nur mit sehr viel Vorsicht genießen. Ich kann eigentlich erstmal nichts glauben, was da geschrieben wird und muss immer zweifeln – das finde ich sehr anstregend. Der verhält sich ähnlich wie wenn jemand hinterher sagt „ach, das war ironisch“. Ebenfalls stressig und vor allem unnötig.

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