Easterhegg

Easterhegg

Hallo an alle Leute die zum Easterhegg fahren…..

Ich wünsche euch vier tolle Tage mit Vorträgen und kreativen Ideen.
Paderborn liegt nicht wirklich in meiner Nähe, darum kann ich leider nicht
kommen.

Daher bleibe ich zum Easterhegg lieber im 127.0.0.1 und komme stattdessen zur SigInt. Die ist definitiv näher. Da könnte es durchaus sein das ihr mir über den Weg lauft.
Aber ich verfolge euch Online ;)…

Ich wünsche mir deswegen von euch nette Dokumentationen in Text, Videos, oder auch Fotos.
Auch wäre es nett wenn der ein oder andere von euch eine Mate für mich mittrinken würde ;).

 

Viele liebe Grüße von mir und meinen Freund nach Paderborn, an das Easterhegg 2013

Tageshauscaos & Bayleak

Patchwork – Decke

Langsam, sehr langsam und mit viel Skepsis, versuche ich wieder ein wenig auf die Menschen zu zugehen.
Schritt für Schritt taste ich mich vor.
Es ist der nächste Abschnitt, den ich seit meiner Diagnose gehe, denn vor meiner Diagnose hatte ich schon aufgegeben. Ich wollte niemanden mehr kennen lernen.
Das was man mir bis dahin alles angetan hat, würde reichen für mein ganzes Leben, habe ich bei mir gedacht.
Schon gar nicht war mir bewusst, warum Leute die ich kennen lernte, mich nach kurzer Zeit schon mies behandelten. So ganz erklären kann ich mir das bis heute immer noch nicht.
Nach den letzten verbitterten Erfahrungen die ich machen musste, und den ständigen Anfeindungen die mir entgegen schlugen, hatte ich keine Kraft mehr um auch nur noch auf einen Menschen zu zugehen.
Ich hatte meinen Freund das reichte mir.
Ich schloss mich zu Hause ein und ging nur wenn es unbedingt sein musste vor die Tür. Von meinem Leben selbst, erwartete ich nichts mehr.
Meine Gedanken gingen in die Richtung, „wenn ich eh nur Enttäuschungen erlebe und niemand mir wirklich eine Chance in meinem Leben geben will, dann brauche ich auch niemanden, der mir nur weh tut oder mein Vertrauen schamlos ausnutzt.“
Ich habe kaum nette Menschen kennen gelernt. Mobbing war da noch die netteste Art wie man mit mir umgegangen ist.
Doch dann kam die Diagnose und eines änderte sich. Ich konnte das erste Mal in meinem Leben mich erklären und den Leuten sagen wer ich war.
Eine Autistin die ihren Platz in der Welt noch sucht.
Dann kamen recht schnell die ersten zaghaften Schritte zu Leuten, denen es ebenfalls genauso ging wie mir und die auch Autisten waren.
Das erste Mal merkte ich schnell, dass ich plötzlich in einer Gruppe akzeptiert wurde. Ein sehr komisches Gefühl, wenn man das das erste Mal nach so vielen Jahren erleben darf.
Das ist jetzt auch schon etwas her und den ein oder anderen Menschen gibt es nun in meinem Umfeld.
Einen davon möchte ich euch heute einmal vorstellen. Er ist einer der ersten neurotypischen Menschen, denen ich mit meinem neuen Ich entgegen trete.
Eigentlich kenne ich ihn, bzw. seine Bilder schon länger, wie er mich. Er ist Künstler und eines seiner Bilder sah ich vor vielen Jahren in einem Schaufenster. Das Bild fand ich sogar so schön das ich mich darüber erkundigt hatte. Es war ein Pferdekopf in flammenden Farben. Leider konnte ich es damals nicht käuflich erwerben.
Pino hieß der Maler (Künstlername: Poverino Peppino). Er malt sowohl gegenständlich, als auch abstrakt und er macht in seiner Freizeit auch Musik.
Und seit dem, wenn jemand über Kunst mit mir sprach, fiel mir nur der eine Name des Künstlers ein, der dieses für mich faszinierende Bild gemalt hatte.
Also ich kann sagen, ich kannte seine Werke noch bevor ich ihn kannte.
Jahre später ging sein Pc kaputt und er suchte jemanden der ihn reparieren konnte. Wie der Zufall es so wollte, gab ein Bekannter von meinem Freund ihm unsere Adresse.
Wenige Tage später stand er vor uns. Man hatte sich in all den Jahren mal ab und zu aus der Ferne gesehen, ich wusste immer wer er war. Aber er kannte mich, wenn überhaupt, nur vom Hören-Sagen.
Zum reparieren des Pc, musste mein Freund zu ihm nach Hause. Und natürlich nahm er mich mit.
Da stand ich nun gegenüber dieses Künstlers, dessen Bild ich vor 8 Jahren gesehen hatte, und war neugierig.
Schnell entstand in den ersten Gesprächen eine Art Vertrautheit.
Zum Dank lud er uns dann noch zum Essen ein und weil er hörte, dass ich gerne nähte, kramte er einen Karton für mich hervor, der voll bis oben hin gefüllt mit Stoffen war.
„Eigentlich wollte ich eine Patchworkdecke für meine Freundin damit nähen, doch irgendwie schaffe ich es nicht und habe dieses Projekt fallen gelassen.“, erklärte er mir. Darum schenkte er mir also die Stoffe. Und ich war so gerührt, dass mir jemand etwas so tolles gab, dass ich das Gefühl hatte, ihm auch etwas tolles zurück geben zu wollen.
Zu Hause setze ich mich hin und nähte nur mit Nadel und Faden (ohne Maschine) eine Patchworkdecke. Zwei Wochen habe ich gebraucht, um 100 Flicken mit der Hand zusammen zu nähen. Dabei war ich so aufgeregt und hoffte jeden Tag aufs Neue, dass ihm die Decke gefallen würde.
Er war überwälltigt XD und sie gefiel ihm super gut….
Leider hatte ich vergessen, Fotos zu machen. Doch mittlerweile fragen mich immer wieder Menschen, die von dieser Decke hören, wie sie denn aussah. Und so habe ich zusammen mit meinem neu gewonnen Freund gestern ein paar Fotos davon geschossen.
Ich hoffe sie Gefällt euch …..
Meine Patchwork-Decke: über 100 Flicken von Hand genäht…
Liebe grüße sam becker

Wortverfremdung

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich nicht über Wortverfremdungen, besonders in Bezug auf das Wort Autismus, aufzuregen, oder gar darüber zu posten.

Doch heute muss ich es dann wohl doch einmal tun. Die Art, wie das Wort Autismus von der „Zeit“ in diesem Artikel verwendet wird, kratzt doch ziemlich an meinem Ego und ich fühle mich gerade echt beleidigt.
Desweiteren hätte ich doch bitte von der Zeit-Online den sexuellen Autismus, oder was die Schreiberin sich darunter vorstellt, einmal näher erklärt.

Da dies in Zusammenhang mit einem Tanz erwähnt wurde, ging eine Bloggerin bereits davon aus, dass es sich hierbei um einen Vergleich der nervösen Flatter-Zuckungen mancher Autisten handeln könnte. Wenn das wirklich auf diesen Vergleich abziehlen sollte, dann wäre das mehr als eine Unverschämtheit. Die Leute, die als Flashmop tanzen, können damit jederzeit wieder aufhören und haben keinerlei Schwierigkeiten damit.
Diesen Leuten macht es ja anscheinend auch richtig Spass zu „zappeln“. Bei uns ist das aber nicht so. So Mancher von uns wünscht sich, in vielen Situationen, den eigenen Körper besser unter Kontrolle haben zu können.

Also bitte liebe „Zeit“, lasst doch diese komischen Vergleiche, die noch dazu sowieso von niemanden verstanden werden.
Dazu kommt noch, dass ihr irgendwie den Autismus auf das sexuelle herunter reduziert.
Ich weiß gar nicht, wo so ein Thema überhaubt einmal behandelt wurde.
Ich denke nicht, dass wir Autisten mehr oder weniger sexuell sind, wie neurotypische Menschen auch. Diesen ganzen Artikel finde ich daher mehr wie lächerlich und er stellt mal wieder die Autisten in eine völlig falsche Ecke.
Also, mein nochmaliger Apell an die „Zeit-Online“, sowas bitte demnächst einfach zu unterlassen. Denn, wenn ihr das machen würdet, hätte ich meine Bloggzeit mit viel sinnigeren Themen füllen können, statt mich über ihren Beitrag aufregen zu müssen.

mit freundlichen Grüßen

Sam Becker  

P.S. Einen weiteren Lesenswerten Artikel über dieses Thema findet ihr hier

der Heatseeker Live ticker

++++++ Der Heatseeker Liveticker +++++

Da Elektrobier fleissig das Projekt voran treibt und mir die neusten Fortschritte per Mail mitteilt, habe ich gedacht, dass es viel zu schade wäre diese Fortschritte nicht mit euch zu teilen.

Darum habe ich mir überlegt eine art Liveticker für dieses Projekt einzurichten und in diesem Thread Updates zu Implementieren sobald es etwas neues gibt.
Leider wird dadurch der Thread nicht immer wieder an die erste Position in meinem Blog gerückt.
Daher habe ich in der rechten Spalte einen Menüpunkt „Heatseeker“ eingerichtet.
Für Alle, die sich für dieses Projekt interessieren und unter dem man alles darüber nachlesen kann. Also schaut einfach mal öfter da rein, ob es etwas Neues gibt.
Auch über Twitter werde ich euch auf dem Laufenden halten.

Viel Spass beim lesen, eure Sam.

 +++++ 22.3.2013 +++++

 Heatseeker wird immer kleiner: Stromversorgung fehlt noch.

+++++ 21.3.2013 +++++

+++++ 20.3.2013 +++++

 Anscheinend fiel übrigens gestern schon der erste vollständige Code aus dem Projekt raus. Aus Energiespargründen würde ich auf das Display verzichten und stattdessen 3 bis 4 LED benutzen.

mfG.: elektrobier

+++++ 19.3.2013 ++++

Hallo,
hier mal ein Update:
Display und Vibrationsmodul funktionieren. Im Lauf der Woche will ich die erste vollständige Version der Programmierung fertig haben.
Für die Miniaturisierung möchte ich Komponenten der Arduino LilyPad-Reihe benutzen. Die Komponenten lassen sich aufnähen.
Hier mal Bilder aus der Google-Suche: https://www.google.com/search?q=arduino+lilypad&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&hl=de&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&ei=aZVHUcKeJYvKsgbFkICgAg&biw=1858&bih=992&sei=apVHUfmTNofKswaw6oG4DA
Die Komponenten dürften sich recht gut in ein Armband einarbeiten lassen. Daran gefällt mir besonders gut, dass (fast) nicht gelötet werden muss, sondern mit elektrisch leitendem Faden gearbeitet wird. So können auch technisch weniger erfahrene Menschen sich ein Warngerät (nach einer Anleitung) zusammenbasteln. Die Verwendung von Textilien hat auch den Vorteil, dass man als Benutzer bestimmen kann, wie das Gerät aussehen soll. Derzeit sieht es aber mit der Lieferbarkeit einiger Komponenten schwierig aus, hier muss ich mal sehen, wo es nach Möglichkeit alle Komponenten zusammen gibt.

Grüße  elektrobier

Update: Projekt Heatseeker

Es gibt ein kleines Update zum Projekt Heatseeker von Elektrobier, über dass ich ja schon mehrfach berichtet habe.

Zum einen ist die Podcast Folge bei fnordwind.de draußen, in der es um das Projekt geht (ich und mein Freund sind auch dabei). Den Podcast gibt es hier (Folge 7)

Zum anderen gibt es ein erstes kurzes Video des Prototyps:

(Vorsicht schriller Piepton)

Ps.: Von den Projekten meines Freundes gibt es bald auch Updates. Da hat sich nämlich auch einiges getan. :)

Der kommende Podcast

Ich hatte in dem Beitrag „gefühlte Temperatur“  ja bereits erwähnt, dass elektrobier an einem Temperaturwarnsystem für Autisten wie mich arbeitet, dass mit einem Warnsignal die assoziative Kette im Gehirn wieder anstupsen soll, wenn sie sich sozusagen in einer „endlos Schleife“ befindet. :)

Gestern haben mein Mann und ich ein sehr nettes Gespräch mit Elektrobier via Skype gehabt.
Wir haben Ideen ausgetauscht und über sein Projekt und ein paar andere gesprochen.

Einen Teil dieses Gespräches könnt ihr voraussichtlich am Sonntag, den 17.3.2013 in seinem Podcast auf fnordwind.de hören.
In Kürze gibt es auch erste Fotos des Projektes.
Mich hat dabei ganz besonders gefreut, dass elektrobier das Projekt letztlich unter eine offene non-commercial Lizenz stellen wird, so dass jeder interessierte das Ganze nachbauen, oder auch verbessern kann.

Ps.: Verzeiht mit bitte, wenn ich dabei hier und da etwas stottere, ich bin am Telefon oder über Skype immer ziemlich nervös 😉

Autistisches Recycling……

Autistisches Recycling……

Heute war es soweit. Meine heißgeliebte Tasche gab den Geist auf. Ein riesiges Loch klaffte auf der Innenseite.
Schade eigentlich. Hatte ich die Tasche doch schon seit ca. 2 jahren. Noch länger besaß ich vorher die Jeanshose, aus der die Handtasche gemacht worden war.
2009 hatte ich die Jeanshose für einen Ausflug nach Berlin gekauft, doch leider war sie nach 3 Jahren durchgescheuert.
Es war eine ganze Weile meine Lieblingsjeans. Auf dem Trödel hatte ich sie von einer jungen Frau für gerade einmal 2 € gekauft. 
Warum kaufe ich eine Jeans auf dem Trödelmarkt, wird sich der ein oder andere nun fragen?
die Antwort dürfte zumindest von einigen Leuten als merkwürdig empfunden werden, denn ich kann schlicht und ergreifend kein Geld für mich ausgeben.
2€ sind der maximal Betrag den ich pro Artikel ausgeben kann. Wenn ich versuche darüber hinaus etwas Geld auszugeben, kann ich mich meist nicht entscheiden, und die sachen bleiben dann doch im Laden hängen.
Viele Frauen gehen shoppen und fühlen sich danach sehr gut und freuen sich über ihre neuen Sachen, ich hingegen freue mich nicht.
Eher ist es so, dass ich regelrecht, nach einer shoppingtour, schlechte Laune bekomme.
Mein Freund sagt dann immer scherzeshalber zu mir:“ du bist die einzige Frau, der ich blind meine Kreditkarte anvertrauen würde, wenn ich denn eine hätte.“ XD.
So gestaltet es sich oft sehr schwierig, wenn sachen kaputt gehen oder ich etwas neues haben muß.
Noch vor ein paar Jahren besaß ich nie eine Handtasche ich empfand so was als Geldverschwendung und darüber hinaus gab es viel zu viele Taschen in den Einkaufsläden. So hätte ich mich niemals für eine entscheiden können, da mir das Gefühl fehlt etwas als schön zu empfinden.
Aber irgendwann brauchte ich dann doch mal eine und es war Sonntag. Alle Läden hatten geschlossen. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und lief ziemlich aufgeregt in meiner Wohnung auf und ab und durchsuchte dabei jede Ecke. Doch es lies sich keine Tasche finden.
Gerade wie ich vor meinem Kleiderschrank stand, fiel mir von ganz oben eine Hose direct in meine Arme. Eigentlich wollte ich sie schon wieder hinein werfen, als ich ganz automatisch in meinem Kopf Bilder von Jeanstaschen sah.
„Mhhh…“, dann noch mal kurz auf meine Jeans geschaut, die sehr alt und eh schon löchrig war.
So entstand die Idee, alte Hosen nicht einfach wegzuwerfen, sondern etwas Neues daraus zu machen. Ich nahm Nadel und Faden in die Hand und fing an, die Hose zu einer Tasche umzuarbeiten. Das Tollste daran war eigentlich, dass ich für eine neue Tasche gar kein Geld ausgeben musste und dass sich das Ergebniss auch noch sehen lassen konnte.
Seitdem haben meine Klamotten nicht nur eine Funktion, viel eher leben sie nach dem Abtragen weiter. In welcher Form auch immer.
Heute ist nun meine erste selbstgemachte Tasche kaputt gegangen, dafür musste ja nun Ersatz her. Ich nahm eine Jeans, die ich mir leider zu klein auf einem Trödelstand gekauft hatte und nähte sie um…
Hier seht ihr nun das Ergebniss meines Klamotten-Recyclings:

(Eine Nähmaschine besitze ich seit kurzer Zeit, doch viele Sachen nähe ich immer noch nur mit Nadel und Faden.)

Gefühlte Temperatur

Hallo liebe Leute,
nachdem ich euch vor Kurzem hier auf dem Blog von meinen gelegentlichen Problemen mit heiß und kalt berichtet habe (Wenn der Schmerz kaum spürbar ist), hat sich Elektrobier bei mir gemeldet und vorgeschlagen, einen Prototypen eines tragbaren Temperatursensors zu bauen.

Der Sensor soll einen Alarm abgeben (optisch / akkustisch oder per Vibration), wenn man sich mit der Hand einer Hitzequelle nähert.

Natürlich wäre so etwas nicht nur für den ein- oder anderen Autisten interessant, sondern sicherlich auch z.B. für blinde Menschen.

Ich finde die Idee absolut großartig.
Laut Elektrobier, wird er am 16.3.2013 in seinem Podcast Fnordwind darüber berichten.

Das Thema heißt in der Sendung:

Ankündigung “Project Heatseeker” : Anwendung von Kybernetik zur Gefahrenreduzierung bei Autismus

Wenn euch also Gadgets interessieren, die Behinderten das Leben leichter machen, hört doch einfach mal in die Sendung rein.

An dieser Stelle auch ein riesen Dankeschön an Elektrobier, dass er sich freiwillig gemeldet hat, dieses Projekt durchzuziehen.

Gruß
Sam

Nur leider…….

Ich würde zu gerne neue Beiträge auf meinem Blog posten…

Nur leider habe ich zurzeit, keinen vernünftigen Pc, der es mir erlauben würde, lange Texte zu schreiben, weil nach kurzer Zeit das olle Dingen hier total überlastet ist und sich dann gleich mal ausschaltet.

Ich würde euch zu gerne, erzählen was ich gerade mache…

Nur leider versucht mein Freund gerade seine Netzwerkkarte wiederzubeleben.
Und ich verkrampfe mich gerade dabei, zusehen zu müssen, wie die Buchstaben langsam, sehr langsam auf dem Monitor erscheinen.
Ich fühle mich wie in der Zeit, kurz vor dem Einwahlmodem XD

Ich würde so gerne im Netz einfach surfen und auf Ideen fang gehen…

Nur leider funktionieren Flashseiten gar nicht und die anderen Seiten brauchen gefühlte zehn Minuten zum Seitenaufbau. Selbst HTML-Nachrichtenseiten dauern ewig und ans scrollen darf ich gar nicht denken. Oh nein! Das wäre ein Luxus, den ich gerade sehr vermisse.

Ich würde euch so gerne von meinen Erlebnissen vom Tage berichten…

Nur leider dreht sich mein ganzer Tag nur noch darum, dass mein Ersatz-PC so furchtbar lahm beim Hochfahren ist. Und dass sich das wohl noch bis morgen Abend hinziehen wird.
ARRGSSS… Meine Übergangshardware ist echt nicht gut …

Noch dazu erlebe ich seit vorgestern jeden tag eine kleine Reise in die Vergangenheit, nämlich immer dann, wenn ich das Krüppelteil doch mal benutzen will / muss.
In die Zeit, wo es noch Disketten gab und CD-Laufwerke gerade neu auf dem Markt kamen. Zurück in eine Zeit wo 10 GB Platten noch zur Tagesordnung gehörten.
Zurück in eine Zeit, in der man den PC anschaltete und dann erst einmal einen Kaffee holen ging, bis dieser endlich hochgefahren war.

Zum Abschluss sei gesagt: ich hole mir nun einen Kaffee, bis der PC den Text zu ende geschrieben hat.

Gute nacht 

Wenn der Schmerz kaum spürbar ist :

 

Ich mache auch mit beim Bloggertag zum Thema Behinderung. Der Tag steht unter dem Motto:
Einfach sein 

So kommt also heute mein Beitrag zum Thema Körper dazu.

Der Titel den ich Bearbeiten möchte heißt :
Wenn der Schmerz kaum spürbar ist :
Ich bin wie viele ja schon wissen, eine 33 jährige Autisten-Frau.
Ich möchte euch etwas darüber erzählen, wie mein Gehirn auf äußere Schmerzreize reagiert und welche Probleme damit einhergehen können.
Jeder kennt das Problem mit den Herdplatten, von außen sieht man ihnen einfach nicht an, ob sie Heiß sind oder nicht.
Manche machen dann eine kleine Probe um heraus zu finden, ob die Platte warm wird, in dem sie den Finger ganz kurz auf selbige legen und wenn es Heiß ist, direkt wieder zurückziehen.
Bei mir jedoch sieht die Probe etwas anders aus….
Der Finger wird auf die Platte gelegt, während mein Gehirn nachfragt:
ist es heiß ?
Nach wenigen Sekunden folgt die Antwort:
ja es ist heiß …
Bis dahin ist alles noch wie bei euch allen auch, doch dann passiert einfach der nächste Schritt nicht.
Das heißt, dass mein Kopf nun nicht zu dem Ergebniss kommt:
ja es ist heiß, also Finger runter von der Platte,
sondern viel mehr bleibt es einfach bei dem Signal:
ja es ist heiß ..
Und so werden fast sekündlich Impulse ans Gehirn losgeschickt:
Heiß! Es ist zu heiß…

Viel zu spät kommt mein Gehirn dann auf den Gedanken, mal meinen Finger zu fragen ob das „heiß“ auch heißt, dass es weh tut.
Sofort bekommt mein Gehirn das Signal zurück:
ja es tut weh.

Doch immer noch kommt mein Kopf nicht darauf das Signal loszuschicken, den Finger von der heißen Herdplatte zu nehmen.
So verbleibt der Finger einfach auf der Herdplatte.
Klar, den Schmerz den Spür ich, auch brülle ich in so einer Situation, doch ändert es nichts daran, dass mein Kopf nicht auf den Gedanken kommt ,den Finger einfach herunter zu nehmen.

Die Folgen sind : Verbrennungen und ein paar Wochen Verband um diesen Finger.
Und so ist es dann leider auch bei Bildern die ich im Alltag zu Gesicht bekomme.
Wenn ich zb. Nudeln koche und das Wasser im Topf so herrlich vor sich hin blubbert, scheint es für viele Menschen einfach nur logisch, dass das Wasser so heiß ist, dass man da nicht mit der Hand hinein fassen kann.
Ich hingegen sehe nur das blubbernde Wasser und assoziiere damit nicht, dass das Wasser heiß ist. So kam es schon einmal vor, dass ich aus Mangel an einem Sieb versucht habe, die Nudeln mit der Hand aus dem Wasser heraus zu fischen.
Meine Reizweiterleitungen scheinen wohl etwas kaputt zu sein, weil auch andere Schmerzen erst sehr spät oder gar nicht auftreten.
Zum Beispiel bemerkte ich nicht, dass mein ganzer Arm in einem Brennesselfeld hing und wunderte mich dann abends über die vielen Pickel auf meinem Arm.
Doch auf der anderen Seite machen schon die kleinsten Berührungen mir so viel aus, dass ich mich vor Schmerzen winden könnte.
Wenn mir zum Beispiel jemand die Hand gibt und aus versehen meinen Arm berührt, dann fühlt sich das so an, als würde ich in eine Steckdose hinein fassen. Einfach brutal furchtbar.
Daher wünschte ich mir eine Therapie, die viel mehr körperliche Signale als Ziel hat.
Bei der Schmerzgefühle systematisch erlernt werden können.
(oder zumindest auswendig abgespeichert werden.)
Oder eine App auf einem Handy die einem sagt ,wann etwas zur Gefahr werden kann, da das Wasser wenn es Blubbert zu heiß ist.
Ein paar Sensoren vielleicht, die man auf die Fingerkuppen kleben kann, die dann anfangen zu vibriren, wenn es zu heiß oder zu kalt wird, sowas würde ich mir wünschen.